Churn Rate einfach erklärt

Die Churn Rate ist der Anteil der Kunden, die abwandern, und der stille Gegenspieler des Wachstums. Wir erklären den Begriff kurz und zeigen, warum schon kleine Verbesserungen groß wirken.

Churn ist der stille Gegenspieler des Wachstums. Während alle auf neue Kunden schauen, sickern an anderer Stelle bestehende Kunden ab, oft unbemerkt, bis das Wachstum stockt. Gerade für Abo- und Software-Geschäfte entscheidet die Churn Rate über Erfolg oder Stillstand. Wir erklären den Begriff hier kurz und klar.

In drei Sätzen

  • 01Die Churn Rate ist der Anteil der Kunden, die in einem Zeitraum abwandern.
  • 02Churn frisst Wachstum, weil jeder verlorene Kunde durch einen neuen ersetzt werden muss, nur um auf der Stelle zu treten.
  • 03Schon kleine Verbesserungen der Churn Rate haben über die Zeit eine große Wirkung auf den Kundenwert.

Die einfache Definition

Warum Churn das Wachstum bremst

Churn wirkt wie ein Leck im Eimer. Du kannst oben so viel Wasser nachfüllen wie du willst, wenn unten zu viel ausläuft, steigt der Pegel nicht. Bei fünf Prozent monatlichem Churn verlierst du im Jahr einen großen Teil deiner Kundenbasis und musst diese allein ersetzen, bevor du überhaupt wächst. Jeder Prozentpunkt weniger Churn bedeutet deshalb, dass deine Akquise mehr echtes Wachstum erzeugt statt nur Löcher zu stopfen.

Neue Kunden zu gewinnen, während die alten abwandern, ist wie Wasser in einen löchrigen Eimer zu füllen. Erst wer das Leck stopft, sieht den Pegel steigen.

Der Zusammenhang mit dem Kundenwert

Churn ist die Kehrseite der Bindung und ein direkter Treiber des Kundenwerts. Je niedriger die Churn Rate, desto länger bleibt ein Kunde und desto höher sein Customer Lifetime Value. Deshalb ist die Senkung des Churn oft der wirksamere Hebel als noch mehr Akquise, denn sie hebt den Wert jedes einzelnen Kunden und damit den Spielraum für die Gewinnung neuer.

Was du daraus mitnimmst

Behandle die Churn Rate als gleichwertige Kennzahl neben der Neukundengewinnung. Ein Geschäft, das viel akquiriert und gleichzeitig stark abwandert, tritt teuer auf der Stelle. Wer dagegen zuerst das Leck stopft, macht jeden weiteren Euro Akquise wertvoller. Wie Churn, Bestellwert und Akquisekosten zusammenspielen, vertieft der Beitrag über CAC und LTV.

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Häufige Fragen zum Thema

Die wichtigsten Nachfragen, die uns nach diesem Beitrag erreichen.

Du teilst die Zahl der im Zeitraum abgewanderten Kunden durch die Zahl der Kunden zu Beginn des Zeitraums. Fünf Kündigungen bei hundert Kunden im Monat ergeben eine monatliche Churn Rate von fünf Prozent. Wichtig ist, immer den Zeitraum mit anzugeben, da monatlicher und jährlicher Churn sehr unterschiedlich aussehen.
Das hängt stark vom Geschäftsmodell ab. Abo-Geschäfte mit hoher Bindung haben oft sehr niedrige Churn-Raten, andere Modelle naturgemäß höhere. Statt pauschaler Benchmarks ist die eigene Entwicklung wichtiger, also ob der Churn über die Zeit sinkt und ob er unter der Rate liegt, mit der du neue Kunden gewinnst.
Weil jeder abgewanderte Kunde durch einen neuen ersetzt werden muss, nur um auf der Stelle zu treten. Bei hohem Churn fließt ein großer Teil der Akquise in das bloße Stopfen von Löchern statt in echtes Wachstum. Jeder Prozentpunkt weniger Churn macht deine Neukundengewinnung wertvoller.
Oft ist die Senkung des Churn der wirksamere Hebel, weil sie den Wert jedes bestehenden Kunden erhöht und damit den Spielraum für Akquise vergrößert. Ein Geschäft mit niedrigem Churn kann sich höhere Gewinnungskosten leisten. Beide Hebel gehören aber zusammen betrachtet, nicht gegeneinander ausgespielt.

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