Customer Journey einfach erklärt

Die Customer Journey ist der Weg vom ersten Kontakt bis zum Kauf, meist über viele Touchpoints. Wir erklären den Begriff und zeigen, warum das Messen dadurch so schwer und so wichtig wird.

Die Customer Journey beschreibt den Weg, den ein Mensch vom ersten Kontakt mit deiner Marke bis zum Kauf und darüber hinaus zurücklegt. Der Begriff klingt nach Marketing-Folklore, hat aber sehr praktische Folgen, gerade für die Frage, welche Kanäle Budget verdienen. Wir erklären die Customer Journey hier anschaulich und zeigen, warum sie das Messen so schwer und so wichtig macht.

In drei Sätzen

  • 01Die Customer Journey ist die Abfolge aller Kontakte, die ein Mensch auf dem Weg zum Kauf mit deiner Marke hat.
  • 02Die meisten Käufe entstehen über mehrere Kontakte hinweg, nicht über einen einzigen.
  • 03Wer nur den letzten Kontakt sieht, missversteht, welche Kanäle die Nachfrage wirklich aufbauen.

Die einfache Definition

Warum die Reise selten gerade verläuft

Die klassische Vorstellung, ein Mensch sieht eine Anzeige und kauft, trifft selten zu. In Wirklichkeit springt die Reise hin und her. Jemand sieht eine Anzeige, vergisst sie, hört später eine Empfehlung, recherchiert, vergleicht, wartet, und kauft schließlich. Besonders im B2B mit langen Entscheidungswegen können Monate und ein Dutzend Touchpoints dazwischenliegen.

AnzeigeEmpfehlungRechercheNewsletterVergleichKaufZeit
Eine typische Customer Journey verläuft nicht gerade. Mehrere Touchpoints über die Zeit bauen gemeinsam die Kaufentscheidung auf.
Der Kauf ist das sichtbare Ende einer langen, unsichtbaren Reise. Wer nur das Ende misst, versteht die Reise nicht.

Die Folge für die Messung

Genau weil die Reise aus vielen Touchpoints besteht, ist es so schwer zu sagen, welcher Kontakt den Kauf verdient hat. Diese Zuordnung ist das Thema der Attribution. Wer nur den letzten Touchpoint misst, etwa die Marken-Suche kurz vor dem Kauf, übersieht die frühen Kontakte, die das Interesse überhaupt erst geweckt haben. Das führt regelmäßig dazu, dass nachfrageerzeugende Kanäle unterschätzt und gekürzt werden.

Was du daraus mitnimmst

Denke bei der Bewertung von Kanälen nicht in einzelnen Käufen, sondern in Reisen. Frühe Touchpoints, die Aufmerksamkeit und Vertrauen aufbauen, sind oft genauso wichtig wie der letzte Klick, auch wenn sie im Report unscheinbar wirken. Und für die wirklich ehrliche Bewertung zählt am Ende nicht, welcher Touchpoint zuletzt da war, sondern welcher Kanal zusätzliche Käufe erzeugt hat, siehe Inkrementalität.

Deine Frage, unsere Antwort

Bewertest du Kanäle nach einzelnen Käufen oder nach der ganzen Reise?

Diesen Beitrag haben wir aus echten Projekten geschrieben. Deine konkrete Situation schauen wir uns gern persönlich an und antworten mit einer fundierten Einschätzung statt einer Standard-Floskel. Genau dafür gibt es uns.

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Häufige Fragen zum Thema

Die wichtigsten Nachfragen, die uns nach diesem Beitrag erreichen.

Üblich ist eine Einteilung in Wahrnehmung, Interesse, Erwägung, Kauf und Bindung. Diese Phasen sind ein Denkmodell, kein starres Gesetz. In der Praxis springen Menschen zwischen den Phasen hin und her, und nicht jede Reise durchläuft alle Phasen gleich.
Ein Touchpoint ist ein einzelner Berührungspunkt zwischen Mensch und Marke, etwa eine Anzeige, ein Suchergebnis, eine Empfehlung oder ein Beratungsgespräch. Die Customer Journey ist die Abfolge dieser Touchpoints über die Zeit.
Weil ein Kauf aus vielen Touchpoints über lange Zeit entsteht und sich kaum eindeutig einem einzelnen Kontakt zuschreiben lässt. Je länger und verzweigter die Reise, desto schwerer die Zuordnung. Genau deshalb gibt es das Feld der Attribution und die ehrlichere Frage nach der Inkrementalität.
Indem du erkennst, welche Kanäle in welcher Phase wirken, und früh wirkende Kanäle nicht nur am letzten Klick misst. Nachfrageerzeugende Touchpoints am Anfang der Reise verdienen Anerkennung, auch wenn der Abschluss später über einen anderen Kanal läuft.

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